Fernreisen
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INTERVIEW: IN 25 TAGEN UM DIE WELT

Meine liebe Freundin Lena von myrebelspirit hat das gewagt, wovon viele Menschen nur träumen. Sie hat trotz Fulltime-Job den Sprung ins Abenteuer gewagt und ging auf Weltreise, allerdings im Schnelldurchgang. 4 Kontinente in dreieinhalb Wochen und das low budget – alle Achtung!

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Liebe Lena, wie bist du auf die Idee gekommen in so kurzer Zeit die Welt zu bereisen?

Als ich 2012 einen dreiwöchigen Roadtrip durch Kanadas Westen gemacht habe, hat mich das totale (Fern-)Reisefieber gepackt. Kaum wieder zu Hause habe ich das Internet nach neuen Reisezielen durchforstet, konnte mich aber für nichts richtig entscheiden. Dann kam mir ein Bericht über Exbir in die Quere, wo eine Weltreise für rund 1000 Euro angeboten wurde. Es sollte von London über Singapur nach Sydney gehen und dann weiter von Melbourne nach LA und wieder zurück nach London. Alle Flüge mit der wirklich guten British Airways. Ein Knaller! Also habe ich mir zwei Freundinnen zum Mitreisen gesucht und dreieinhalb Wochen Urlaub in der Firma ausgehandelt – und dann gebucht.

Deine Route ging ganz genau von Hannover über London nach Singapur, Sydney, Melbourne, Los Angeles, San Francisco, Las Vegas und zurück nach Hamburg! Was hat dich auf deiner Reise am meisten beeindruckt?

So ganz genau kann ich das nicht sagen, da es so viele tolle Highlights gab. Was aber auf jeden Fall cool war, war Singapur. Auch wenn man sagt, dass es das Asien für Anfänger ist, fanden wir es echt exotisch und aufregend! An zweiter Stelle kommt wohl der Grand Canyon, bei dem ich super gerne mehr Zeit gehabt hätte.

Gab es etwas, wovor du im Vorfeld Angst hattest?

Ein bisschen Angst hatte ich, dass unser Gepäck bei den 8 Flügen nicht mitkommt und wir unseren straffen Zeitplan nicht verfolgen können – zum Glück ging aber wirklich immer alles zu 100% gut. Naja, und der Flug von Melbourne nach LA war auch etwas mulmig. Wir flogen 14 Stunden am Stück und das komplett über dem offenen Meer. Doch es war am Ende alles halb so schlimm.

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Wie hat dich die Reise bereichert?

Nach der Reise und auch heute noch habe ich das Gefühl, dass ich wirklich etwas von der Welt gesehen habe. Mein Fernweh ist, sagen wir mal, grundlegend gestillt, auch wenn es noch so viel gibt, was ich in der Zukunft bereisen möchte. Außerdem kann man viel mitreden, weil man schon an so vielen Orten war. Mein Freund ist übrigens immer schon etwas amüsiert, wenn wir wieder mal einen Film oder irgendwas im Fernsehen schauen und ich zum x-ten mal sage: „Da war ich schon mal“! 🙂

Was war das größte Abenteuer?

Für mich persönlich war es die ganztägige Bustour von Las Vegas zum Grand Canyon, weil ich die komplett alleine ohne die Mädels gemacht habe. Das ging echt über meine Komfortzone hinaus, mich in einem fremden Land und mit mittelmäßigem Englisch auf diese Tour zu begeben. Umso schöner war es aber, da ich tolle Menschen kennengelernt habe, mit denen ich bis heute noch Briefe schreibe. Außerdem erlebt man etwas alleine irgendwie viel intensiver, habe ich das Gefühl.

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Abenteuerlich war aber auch unser Zwischenstop auf dem Weg von San Francisco nach Los Angeles, wo wir in einem Motel abgestiegen sind und Abends nur kurz in der Bar noch einen Drink zwitschern wollten. Ich fand mich mit meinen zwei blonden Freundinnen mitten in einer riesigen mexikanischen Rocker-Motorradgruppe wieder, die den ganzen Abend Karaoke gesungen hat. Der Moderator, Elvis himself, hatte uns den ganzen Abend auf dem Kieker und es war nur schwer ihn davon zu überzeugen, dass wir NICHT singen wollten. HAHA! 🙂 Wir sind halt irgendwie aufgefallen…

Insgesamt hast du ja rund 40 Stunden im Flieger gesessen! Was hast du gegen den Jetlag unternommen?

Der Jetlag war eigentlich kein großes Problem. Wo ich es am meisten gemerkt habe war, als wir in Australien gelandet sind. Hier war der Zeitunterschied am größten, aber durch das Reiseadrenalin haben wir das alle ziemlich gut weg gesteckt.

Wie hoch muss mein Budget für so eine Reise sein?

Wir sind mit rund 3.500 Euro gut zurecht gekommen. Hier drin waren die großen Flüge, die Mietwagen in Australien und den USA, alle Hotels/Hostels/Motels, Eintritte in verschiedene Parks und Sehenswürdigkeiten, Grand Canyon Tour, Essen und Shopping in Amerika.

Dein Insider-Tipp für uns?

Haltet die Augen nach genau solchen Schnäppchen offen und dann wagt es einfach! Plant nicht zu viel im Voraus, das haben wir leider getan, und lasst das Abenteuer auf euch zukommen. Die spannendsten Sachen passieren am Rand, also dort, wo man nicht alles fest plant und den anderen Touris hinterher läuft. Zum Beispiel sind wir spontan in Melbourne auf ein The Kooks Konzert gegangen – der Abend war einfach perfekt und wir wussten vorher nicht mal, dass sie dort spielen würden.

Welches ist dein persönliches Highlight-Picture und warum?

Das ist hier am Pebbly Beach in Australien, weil diese super gechillten Kängurus einfach echt gut drauf waren 🙂

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Vielen Dank für das Interview! 🙂

Noch mehr Bilder von Lenas Trip findet ihr hier.

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