Angst/Reisekrankheit
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HYPNOSE GEGEN FLUGANGST

Alles nur Hokuspokus oder ist doch was dran an der Methode?! Ich habe es ausprobiert. 🙂

Schon öfter bin ich an dem Schild mit der Aufschrift „Hypnosepraxis Simone Timpel“ vorbeigefahren und habe gedacht: „Dass müsste man eigentlich mal machen.“ Und das obwohl ich absolut kein Mensch bin, der leicht von alternativem Krimskram zu überzeugen ist. Ganz im Gegenteil! Im Yogakurs schreibe ich regelmäßig in Gedanken meine Einkaufsliste zu Ende, anstatt bei der Ruhephase am Ende des Kurses richtig abzuschalten. Generell könnte man mich eher in die Ecke der Skeptiker stellen und doch ist da dieser Reiz, ob eine Hypnose bei mir überhaupt funktionieren würde. Also entschloss ich mich, mir einen Termin zu holen.

Etwas aufgeregt war ich schon, als ich vor dem charmanten Bauernhaus stand und nicht wirklich wusste, wer mir da gleich die Tür öffnet. Dieses Gefühl legte sich aber sofort, als Simone vor mir stand und mich mit einem herzlichen Lächeln empfing. „Komm erst mal rein, such dir einen schönen Platz aus, möchtest du etwas trinken“, es war fast so, als wäre man bei einer Freundin zu Gast. Ich habe mich gleich wohl gefühlt. Ihre Räumlichkeiten sind wirklich gemütlich eingerichtet. Eher wie ein Wohnzimmer, anstatt wie eine Praxis.

simone_timpel_hypnose_flugangst

Zu Beginn unseres Termins hatten wir ein kurzes Interview vereinbart, um uns besser kennenzulernen und um euch auch einen kleinen Einblick in ihre Arbeit zu geben. Los geht’s …

Liebe Simone, wie bist du zu dem Fachgebiet Hypnose gekommen?
Ich bin gelernte Reiseverkehrskauffrau und habe mich auch immer schon für Psychologie interessiert. Schon in meinem damaligen Job begegneten mir einige Kunden mit Reiseangst. Das Interesse am Fachgebiet kam dann durch mehrere Hypnoseshows, die ich live gesehen hatte. 2010 bin ich nach vielen Nachforschungen auf das TherMedius Institut gestoßen, das die Hypnose-Ausbildung als “Baustein-Prinzip” anbietet. Dort habe ich dann das Grundseminar belegt und war so begeistert, dass weitere Bausteine folgten.

Was bietest du in deiner Praxis genau an?
Alles was man über das Unterbewusstsein beeinflussen kann (Nichtraucher werden, Prüfungsvorbereitung, Selbstbewusstsein stärken, entspanntes Fliegen etc.) Es lohnt sich immer „sein Problem“ anzusprechen. Ich gucke dann, ob sich da was mit Hypnose machen lässt.

Behandelst du oft Menschen mit Reiseängsten/Flugangst?
Unter anderem. Ich hatte schon Klienten mit Reiseangst in meiner Praxis, die ich erfolgreich behandeln konnte. Es wird allerdings nicht die Angst an sich behandelt, sondern auf dem Prinzip der “Reziproken Hemmung” gearbeitet. Das bedeutet: „Wenn man entspannt ist, kann man nicht gleichzeitig Angst haben.“

Was kann ich selbst gegen meine Ängste tun? Gibt es Techniken gegen Reiseangst? Meditation oder so etwas?
Alles was dich entspannt, hilft (Atemtechniken, Entspannung durch Trance). Immer vor Augen halten “Die Energie folgt der Aufmerksamkeit”. Also immer die Energie auf das Positive lenken, z.B. im Fall der Reiseangst auf den Aufenthalt am Zielort oder einen angenehmen Flug, den man schon einmal erlebt hat.

Wie läuft so eine Hypnose-Sitzung bei dir ab?
Kannst du gleich selbst beurteilen ? Wichtig: Für Neuklienten gibt es immer ein kostenloses Beratungsgespräch, nach dem sie dann entscheiden können, ob Hypnose etwas für sie ist, oder nicht.

Wie viele Sitzungen benötigt man um Erfolge zu erzielen?
Das kann man pauschal nicht sagen. Das ist wie mit einer medikamentösen Therapie. In den seltensten Fällen ist man nach einer Tablette geheilt. Das ist individuell, aber sehr verschieden und es ist natürlich abhängig vom Anliegen.

Was kostet eine Hypnose-Sitzung bei dir?
Generell 60 Euro pro Stunde. Es gibt aber auch Pauschalen wie z.b. bei der Rauchentwöhnung.

Wie entgegnest du Skeptikern?
Ich erkläre, dass medizinische und Showhypnose zwei ganz unterschiedliche Dinge sind. Man ist definitiv nicht willenlos oder bewusstlos und auch während und nach der Hypnose weiß man noch alles, was passiert ist.

Danke dir, Simone!

 

Nun zu meiner Hypnose!

Es gilt übrigens immer nach dem Vorgespräch mit Simone, dass man sich danach erst entscheidet, ob man die Hypnose auch wirklich machen möchte. Ich hatte ein gutes Gefühl und wir konnten starten.

Was ich gleich dazu sagen muss: Man ist nicht willenlos und man redet auch nicht zwingend bei einer Hypnose. Also keine Angst vor unerwünschtem Geheimnisverrat oder dem Ausgeliefertsein. Ich war die ganze Zeit Herr meiner Sinne. 😉

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Ich durfte wählen, ob ich sitzen oder liegen wollte und entschied mich für die bequeme Couch. Ich schloss die Augen und Simone begann mit ihrer angenehmen Stimme die Entspannungsphase einzuleiten. Am Anfang dachte ich noch: Naja, ob das was wird hier“, aber mit jedem Satz wurde ich tatsächlich entspannter. Als sie dann einen Countdown von 5 runterzählte, wurde es mit jeder niedrigeren Zahl seltsamer. Wobei seltsam nichts Negatives ist. Es war einfach ein Gefühl, wie ich es vorher nicht kannte. In meinem Kopf begann sich alles zu drehen und zusätzlich wie in Wellenbewegungen zu schwanken (jeder Klient empfindet die Hypnose übrigens anders). Das war aber wider Erwarten nicht unangenehm.

Bei der Zahl 0 drehte Simone sanft meine Hände mit den Innenflächen nach oben und begann mit einer Art Leitspruch „Dein Unterbewusstsein lässt nun alles los, was dich davon abhält ein entspannter Fluggast zu sein“. Ruhig und dennoch bestimmt wiederholte sie mehrmals diesen Satz. Und dann passierte etwas richtig Komisches! Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man kurz vor dem Einschlafen ist und dann nochmal zuckt? Genauso war es mit meinen Händen! Es fühlte sich an wie kleine Elektroschocks, die dazu führten, dass sich meine Handflächen zurück nach unten drehten. Echt wahr, Stück für Stück. Ich habe definitiv kein für mich offensichtliches Signal an meine Hände gesendet, und doch haben sie sich umgedreht. Ich hoffe das klingt jetzt nicht zu eso-mäßig, aber es war wirklich so und ich kann es nicht anders beschreiben.

Im Anschluss daran führte Simone mich noch durch eine sogenannte „Trancereise“. Eine Entspannungstechnik, bei der man sich bildlich eine angenehme Umgebung schafft und so das eigentliche „Problem“ durch positive Gefühle ersetzt. In meinem Fall war das ein Rundflug über eine Berglandschaft, allerdings aus Sicht eines Adlers. So schafft man eine positive Assoziation von Freiheit und Sicherheit zum Thema fliegen. Diese „Trancereise“ soll ich in angespannten Situationen, wie z.B. im Flugzeug wieder vor meinem inneren Auge durchspielen. Obwohl es mir wegen der Hypnose zuvor (die wirklich krass und cool zugleich war) schwer fiel, mich zu 100 Prozent darauf zu konzentrieren, empfand ich es trotzdem auch als sehr entspannten Zustand.

Nach ca. einer halben Stunde beendete Simone die Sitzung, und wir unterhielten uns noch ein Weilchen. Darüber wie es für mich war, was mit Hypnose alles möglich ist und das es ungefähr 72 Stunden dauert, bis sich das Ganze im Körper „gesetzt“ hat. Ich bin sehr gespannt, wie Fliegen das nächste Mal für mich sein wird. Zusammen mit dem Wissen aus dem Kurs „Flugangst besiegen“ und der Hypnose, bin ich jetzt eigentlich bestens gerüstet.

Was ich definitiv sagen kann ist, dass Hypnose einen weit größeren schulmedizinischen Hintergrund hat, als ich davor dachte, und das es bei mir auf irgendeine Weise tatsächlich funktioniert hat. Ich bin nachhaltig beeindruckt und kann es euch nur empfehlen. Allein schon wegen der einmaligen Erfahrung. Gerne auch bei der lieben Simone Timpel!

Simone Timpel
Schmiedeweg 3
29690 Essel

Telefon: 05071 – 968 389
E-Mail: hypnose@timpel.net

Immer Mittwochs von 09:00 – 10:00 Uhr:
telefonische Sprechstunde für Kurzberatungen und Terminvereinbarungen.

 

 

 

 

 

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